ich fotografiere viel mit film. ich belichte den film und gebe ihn zu DM, damit die ihn für mich entwickeln lassen. zurück kriege ich dann eine filmpatrone mit dem aufgerollten film darin, verpackt in einer fototüte. das führte heute zu einer verwirrung.
die kassiererin, verwirrt über die beule in der fototüte, die sich so gar nicht nach dem stapel abzüge anfühlt, den sie normalerweise in einer fototüte vermutet, ertastet ein paar sekunden lang die patrone durch die tüte und fragt mich, ob ich mal hineingesehen habe, ob es alles seine richtigkeit hat. ich antworte „nein, aber es wird schon alles stimmen“. sie fühlt noch einmal und schaut mich zweifelnd an. ich weiß mir nicht anders zu helfen, um diese festgefahrene situation zu durchbrechen, und fasse nun ebenfalls die ausbeulung in der tüte an. dabei berühre ich auch noch aus versehen ihre hand. mir fällt natürlich kein besserer satz ein als: „doch, genau so muss es sich anfühlen.“ ein moment, in dem ich hoffe, dass man mir meine homosexualität eh schon auf zehn meter ansehen kann.
Freitag, 13. Juni 2008
Freitag, 9. Mai 2008
freitagsgedanken
ich war vorhin beim supermarkt. beim sich darin befindlichen bäcker stellte sich mir eine offensichtlich neue mitarbeiterin vor - als FRAU FAUST. wie um ihren namen zu unterstreichen, ballte sie dabei ihre hand zur faust und streckte sie seknrecht zum oberkörper vor sich. ich hoffte so sehr, dass die gute dame mir nicht ansehen konnte, welche ganz und gar unbäckerlichen assoziationen mir in diesem moment durch den kopf schossen.
Donnerstag, 6. Dezember 2007
donnerstagsgedanken
vor ein paar tagen. auch im supermarkt. der perfekten szenerie zum studieren kleiner zwischenmenschlicher alltagsgeschichten. und insofern ideal geeignet, sich selbst noch ein stückweit besser kennenzulernen.
ich stehe am regal mit den eiern und freue mich erneut über den luxus, sich selbst einen karton mit genau der anzahl an eiern füllen zu dürfen, die man benötigt. wer mich kennt, weiß, was dann passiert. es geht direkt das erste ei fehl und auf den boden. unweigerlich schießen einem allerlei möglichkeiten weiteren vorgehens durch den kopf: einfach weggehen? ein taschentuch auspacken und kläglich versuchen, der sauerei herr zu werden? der vernünftigste weg ist wohl: jemandem bescheid sagen. nun stehen die eier direkt neben der fleischtheke. da ich kein fleisch esse, sollte nun also der moment gekommen sein, mich zum ersten mal mit einer bitte an die dame hinter der fleischtheke zu wenden. mein wunsch lautet: ob sie bitte so gut sein könne, einer kollegin bescheid zu sagen, weil ich unglücklicherweise ein ei hätte fallen lassen. ich habe mich kaum eiligst von der theke entfernt, da durchfährt es mich: einE kollegIN?! ich schaudere. sind denn nur frauen zum putzen gut? ob des ungeschminkten hervortretens der offensichtlich in mir tief vergrabenen vorurteile wurde mir kurz schwindelig. ich werde das nächste mal ausdrücklich nach einem herren fragen. oder doch selber genügend taschentücher mitnehmen.
ich stehe am regal mit den eiern und freue mich erneut über den luxus, sich selbst einen karton mit genau der anzahl an eiern füllen zu dürfen, die man benötigt. wer mich kennt, weiß, was dann passiert. es geht direkt das erste ei fehl und auf den boden. unweigerlich schießen einem allerlei möglichkeiten weiteren vorgehens durch den kopf: einfach weggehen? ein taschentuch auspacken und kläglich versuchen, der sauerei herr zu werden? der vernünftigste weg ist wohl: jemandem bescheid sagen. nun stehen die eier direkt neben der fleischtheke. da ich kein fleisch esse, sollte nun also der moment gekommen sein, mich zum ersten mal mit einer bitte an die dame hinter der fleischtheke zu wenden. mein wunsch lautet: ob sie bitte so gut sein könne, einer kollegin bescheid zu sagen, weil ich unglücklicherweise ein ei hätte fallen lassen. ich habe mich kaum eiligst von der theke entfernt, da durchfährt es mich: einE kollegIN?! ich schaudere. sind denn nur frauen zum putzen gut? ob des ungeschminkten hervortretens der offensichtlich in mir tief vergrabenen vorurteile wurde mir kurz schwindelig. ich werde das nächste mal ausdrücklich nach einem herren fragen. oder doch selber genügend taschentücher mitnehmen.
Freitag, 2. November 2007
freitagabendsgedanken
vor einer stund im supermarkt. das mädchen vor mir an der kasse hat zwei päckchen orangensaft, ein päckchen sauerkirschensaft und noch irgendwas auf dem band liegen. und zwei bons für flaschenpfand. erst will sie nur die bons einlösen. dann zieht die kassiererin die säfte über den scanner. "drei euro zwei". das mädchen kramt eine handvoll fünf cent stücke aus ihrer tasche. ich vermeide es, die augen gen himmel zu richten. was solls. die kassiererin zählt das kleingeld. und sagt "es fehlt ein euro fünf". das mädchen will daraufhin eins der saftpäckchen zurückgeben. die kassiererin spricht geduldig ins mikrophon "storno bitte". ich vermeide es, die leute hinter mir in der schlange und das mädchen anzusehen. nur der kassiererin werfe ich einen aufmunternden blick zu. in dem moment fragt ein mann zwei hinter mir: "wieviel fehlt denn noch?" tja. da steht man nun.
ich kam mir schon toll vor, dass ich keinen aufstand baue. dabei war es so offensichtlich. das mädchen hatte sich die fünf cent stücke wer weiß wo zusammengesammelt. und wollte sich tatsächlich einfach nur saft kaufen. ich war irritiert, warum mir nun gar nicht der gedanken gekommen war, einen euro anzubieten. die kassiererin schnappte sich erneut das mikrophon: "storno hat sich erledigt". als der hilfsbereite mann es nicht passend hatte, bat sich sofort der daneben stehende an, den euro zu bezahlen. so ist sie, die gruppendynamik. mir wurde ein wenig warm ums herz. die kassiererin lachte mich an.
ich kam mir schon toll vor, dass ich keinen aufstand baue. dabei war es so offensichtlich. das mädchen hatte sich die fünf cent stücke wer weiß wo zusammengesammelt. und wollte sich tatsächlich einfach nur saft kaufen. ich war irritiert, warum mir nun gar nicht der gedanken gekommen war, einen euro anzubieten. die kassiererin schnappte sich erneut das mikrophon: "storno hat sich erledigt". als der hilfsbereite mann es nicht passend hatte, bat sich sofort der daneben stehende an, den euro zu bezahlen. so ist sie, die gruppendynamik. mir wurde ein wenig warm ums herz. die kassiererin lachte mich an.
Freitag, 19. Oktober 2007
gedanken zum freitagabend
die letzten tage lag ich mehr oder weniger brach, zumindest mein unterleib. es kann nicht nur an der mensa gelegen haben, auf die mensa lasse ich ja eigentlich kein schlechtes haar kommen.
wagemutig habe ich mich gestern dennoch zu STEREO TOTAL begeben, und das nicht umsonst. brezel stagedivete direkt über mich hinweg, und da er dankenswerterweise unmittelbar vorher seinen kopf in wasser getaucht hatte, hatte ich brezelwasser überall. ein wohliges gefühl fanatischen fandoms blitzte kurz in mir auf.
aus den charts bin ich ja eigentlich schon seit einigen jahren total raus, aber die aktuelle #1 aus diesem lande hat es mir voll angetan. RIHANNA, ich liebe dich, deinetwegen habe ich gestern nacht den festplattenreceiver mit VIVA zugeknallt, um in besitz deiner wunderschön stampfenden hymne DON'T STOP THE MUSIC zu gelangen.
um mit einer gerade im gespräch gewonnenen weisheit abzuschließen: körperfett ist der beste garant unfreiwilliger enthaltsamkeit, also her mit den engen tshirtchen!
wagemutig habe ich mich gestern dennoch zu STEREO TOTAL begeben, und das nicht umsonst. brezel stagedivete direkt über mich hinweg, und da er dankenswerterweise unmittelbar vorher seinen kopf in wasser getaucht hatte, hatte ich brezelwasser überall. ein wohliges gefühl fanatischen fandoms blitzte kurz in mir auf.
aus den charts bin ich ja eigentlich schon seit einigen jahren total raus, aber die aktuelle #1 aus diesem lande hat es mir voll angetan. RIHANNA, ich liebe dich, deinetwegen habe ich gestern nacht den festplattenreceiver mit VIVA zugeknallt, um in besitz deiner wunderschön stampfenden hymne DON'T STOP THE MUSIC zu gelangen.
um mit einer gerade im gespräch gewonnenen weisheit abzuschließen: körperfett ist der beste garant unfreiwilliger enthaltsamkeit, also her mit den engen tshirtchen!
Dienstag, 16. Oktober 2007
gedanken zum dienstagabend
das mensaessen von gestern ist mir nicht gut bekommen. meldet euch, ihr anderen leidtragenden, damit wir eine sammelklage einreichen können.
meine email an kerner habe ich doch nicht geschrieben. denn dankenswerterweise ließ frau herman heute in der presse verlautbaren, dass er "einfach nur überfordert" gewesen sei. obwohl mir diese erkenntnis freilich auch ohne frau herman schon längst gekommen war, so beeindruckte mich doch ihre gönnerhafte art, es einfach als gegeben hinzunehmen, ohne dass es noch großer ausführungen dahingehend bedürfe, dass kerner "einfach nur voll die flasche" sei (hierbei zitiere ich nun nicht mehr frau herman, sondern mein eigenes leider nie gegebenes interview mit der bildzeitung).
ich las gerade das wort "selbstmordgefährdet". gibt es denn eigentlich auch den ausdruck "selbstmordgefährdend"? extremst langsame leute vor mich finde ich nämlich selbstmordgefährdend. ich kann ja niemand fremdem etwas antun, nur weil er lahm oder ortsunkundig ist, jedoch ist mir der zustand eines unfreiwilligen nichtvonderstellekommens manchmal so unerträglich, dass ich dem ganzen dann einfach nur mit drastischsten mitteln ein ende bereiten möchte.
ich möchte hier noch einem jungen herren danken, der mich mit wohlwollen auf meine zeilen hier anschrieb, und der mich somit motivierte, die dienstagsgedanken wesentlich umfangreicher zu gestalten als die vom montag. ich werde seinen namen an dieser stelle lieber nicht nennen, zunächst natürlich, um ihn nicht ohne sein einverständnis der offentlichkeit preiszugeben, jedoch auch aus ganz praktikablen gründen, denn seitdem ich ihn kenne, trug sein profil täglich einen neuen namen.
meine email an kerner habe ich doch nicht geschrieben. denn dankenswerterweise ließ frau herman heute in der presse verlautbaren, dass er "einfach nur überfordert" gewesen sei. obwohl mir diese erkenntnis freilich auch ohne frau herman schon längst gekommen war, so beeindruckte mich doch ihre gönnerhafte art, es einfach als gegeben hinzunehmen, ohne dass es noch großer ausführungen dahingehend bedürfe, dass kerner "einfach nur voll die flasche" sei (hierbei zitiere ich nun nicht mehr frau herman, sondern mein eigenes leider nie gegebenes interview mit der bildzeitung).
ich las gerade das wort "selbstmordgefährdet". gibt es denn eigentlich auch den ausdruck "selbstmordgefährdend"? extremst langsame leute vor mich finde ich nämlich selbstmordgefährdend. ich kann ja niemand fremdem etwas antun, nur weil er lahm oder ortsunkundig ist, jedoch ist mir der zustand eines unfreiwilligen nichtvonderstellekommens manchmal so unerträglich, dass ich dem ganzen dann einfach nur mit drastischsten mitteln ein ende bereiten möchte.
ich möchte hier noch einem jungen herren danken, der mich mit wohlwollen auf meine zeilen hier anschrieb, und der mich somit motivierte, die dienstagsgedanken wesentlich umfangreicher zu gestalten als die vom montag. ich werde seinen namen an dieser stelle lieber nicht nennen, zunächst natürlich, um ihn nicht ohne sein einverständnis der offentlichkeit preiszugeben, jedoch auch aus ganz praktikablen gründen, denn seitdem ich ihn kenne, trug sein profil täglich einen neuen namen.
Montag, 8. Oktober 2007
gedanken zum montagabend
a) autobahn geht nicht
b) autobahn fährt aber auch nicht
c) autobahn fliegt?
ich muss kerner mal ne email schreiben.
b) autobahn fährt aber auch nicht
c) autobahn fliegt?
ich muss kerner mal ne email schreiben.
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