ich fotografiere viel mit film. ich belichte den film und gebe ihn zu DM, damit die ihn für mich entwickeln lassen. zurück kriege ich dann eine filmpatrone mit dem aufgerollten film darin, verpackt in einer fototüte. das führte heute zu einer verwirrung.
die kassiererin, verwirrt über die beule in der fototüte, die sich so gar nicht nach dem stapel abzüge anfühlt, den sie normalerweise in einer fototüte vermutet, ertastet ein paar sekunden lang die patrone durch die tüte und fragt mich, ob ich mal hineingesehen habe, ob es alles seine richtigkeit hat. ich antworte „nein, aber es wird schon alles stimmen“. sie fühlt noch einmal und schaut mich zweifelnd an. ich weiß mir nicht anders zu helfen, um diese festgefahrene situation zu durchbrechen, und fasse nun ebenfalls die ausbeulung in der tüte an. dabei berühre ich auch noch aus versehen ihre hand. mir fällt natürlich kein besserer satz ein als: „doch, genau so muss es sich anfühlen.“ ein moment, in dem ich hoffe, dass man mir meine homosexualität eh schon auf zehn meter ansehen kann.
Freitag, 13. Juni 2008
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