Freitag, 19. Oktober 2007

gedanken zum freitagabend

die letzten tage lag ich mehr oder weniger brach, zumindest mein unterleib. es kann nicht nur an der mensa gelegen haben, auf die mensa lasse ich ja eigentlich kein schlechtes haar kommen.
wagemutig habe ich mich gestern dennoch zu STEREO TOTAL begeben, und das nicht umsonst. brezel stagedivete direkt über mich hinweg, und da er dankenswerterweise unmittelbar vorher seinen kopf in wasser getaucht hatte, hatte ich brezelwasser überall. ein wohliges gefühl fanatischen fandoms blitzte kurz in mir auf.
aus den charts bin ich ja eigentlich schon seit einigen jahren total raus, aber die aktuelle #1 aus diesem lande hat es mir voll angetan. RIHANNA, ich liebe dich, deinetwegen habe ich gestern nacht den festplattenreceiver mit VIVA zugeknallt, um in besitz deiner wunderschön stampfenden hymne DON'T STOP THE MUSIC zu gelangen.
um mit einer gerade im gespräch gewonnenen weisheit abzuschließen: körperfett ist der beste garant unfreiwilliger enthaltsamkeit, also her mit den engen tshirtchen!

Dienstag, 16. Oktober 2007

gedanken zum dienstagabend

das mensaessen von gestern ist mir nicht gut bekommen. meldet euch, ihr anderen leidtragenden, damit wir eine sammelklage einreichen können.
meine email an kerner habe ich doch nicht geschrieben. denn dankenswerterweise ließ frau herman heute in der presse verlautbaren, dass er "einfach nur überfordert" gewesen sei. obwohl mir diese erkenntnis freilich auch ohne frau herman schon längst gekommen war, so beeindruckte mich doch ihre gönnerhafte art, es einfach als gegeben hinzunehmen, ohne dass es noch großer ausführungen dahingehend bedürfe, dass kerner "einfach nur voll die flasche" sei (hierbei zitiere ich nun nicht mehr frau herman, sondern mein eigenes leider nie gegebenes interview mit der bildzeitung).
ich las gerade das wort "selbstmordgefährdet". gibt es denn eigentlich auch den ausdruck "selbstmordgefährdend"? extremst langsame leute vor mich finde ich nämlich selbstmordgefährdend. ich kann ja niemand fremdem etwas antun, nur weil er lahm oder ortsunkundig ist, jedoch ist mir der zustand eines unfreiwilligen nichtvonderstellekommens manchmal so unerträglich, dass ich dem ganzen dann einfach nur mit drastischsten mitteln ein ende bereiten möchte.
ich möchte hier noch einem jungen herren danken, der mich mit wohlwollen auf meine zeilen hier anschrieb, und der mich somit motivierte, die dienstagsgedanken wesentlich umfangreicher zu gestalten als die vom montag. ich werde seinen namen an dieser stelle lieber nicht nennen, zunächst natürlich, um ihn nicht ohne sein einverständnis der offentlichkeit preiszugeben, jedoch auch aus ganz praktikablen gründen, denn seitdem ich ihn kenne, trug sein profil täglich einen neuen namen.

Montag, 8. Oktober 2007

gedanken zum montagabend

a) autobahn geht nicht
b) autobahn fährt aber auch nicht
c) autobahn fliegt?

ich muss kerner mal ne email schreiben.

Freitag, 7. September 2007

umfrage zum freitagmorgen

mir fällt nicht die genaue bezeichnung ein. wobei es vielleicht auch gar keine gibt. es geht um das stückchen abgerundetes holz, an dem ein eis am stiel befestigt ist. "stiel"? "eisstiel"? tatsächlich, es heißt "eisstiel". na schön. ich kann auf jeden fall kein eis am stiel essen, ohne dass es mich nicht vor dem moment schaudert, in dem ich mit den lippen oder der zunge oder den zähnen (ich kann mich gerade wirklich nicht entscheiden, was am schlimmsten ist) besagten holzstiel berühre. es schaudert mich bereits bei dem gedanken daran. diese holzige rauhe oberfläche… brrr! entsetzlich. gänsehaut!
doch damit lang nicht genug. die mutter einer klassenkameradin von mir bekam eine gänsehaut beim geruch von… kochender milch! KOCHENDER MILCH! nicht schlecht, oder?
wer dies übertreffen kann, soll sich doch bitte bei mir melden, die besten einsendungen werden veröffentlicht (ich gehe von maximal 2-3 teilnehmern aus, insofern kann ich eine veröffentlichung so gut wie garantieren)!

Samstag, 1. September 2007

update

so sehr ich die DM eigenmarken auch verehre, so umso mehr verehre ich jedoch leute, die immer nach frisch gewaschener wäsche duften. deshalb versuche ich es jetzt auch mal mit PERSIL. mal schaun, ob ihr den unterschied bemerkt.

Mittwoch, 29. August 2007

gedanken zum mittwochmorgen

wahrscheinlich sind es die schnellebigkeit und der konkurrenzdruck von heute, welche mir in den letzten paar jahren oftmals falten des zorns ins gesicht gezaubert haben, oder aber die offenbar schwindende sorgfalt, mit der djs von heute ausgebildet werden. ich werde zur veranschaulichung die szenerie chronologisch aufbauen:

gerade hat man einigermaßen tapfer den fünften nichtssagenden titel hinter sich gebracht und fragt sich, ob ein neues bier wohl mehr freude bringen wird als der immer noch nicht ausgetrunkene vorgänger (auch hier meine ich jetzt natürlich nur bier!), da erschallt ein rhythmus, den man sofort erkennt, und alle positiven assoziationen, die man überhaupt haben kann, formieren sich zu einem glücksgefühl, welches man niemandem beschreiben kann, der nicht schon einmal in der discothek unvermittelt SEINE hymne auf die ohren bekommen hat. heruntergekippt ist das bier, abgetan alle bis dahin aufgetanen sozialen kontakte, man freut sich, ist mit sich selbst und eigentlich der ganzen welt im reinen und stürzt auf die tanzfläche, um sich ganz und gar seiner persönlich favorisierten discohymne der woche hinzugeben. nun kennt man ja diese hymnen. sie fangen ganz nett an, drehen auf, drehen noch mehr auf, und als es nicht mehr zu steigern ist, kommt er - der BREAK! eine - in clubversionen oftmals angenehm breit getretene - stelle jenseits der mitte des liedes, welche nahezu ohne schlagzeug auskommt und nur noch von sphärischen harmonien oder betörenden gesängen lebt. es ist wir ein hinauszögern des orgasmus, welches seine daseinsberechtigung daraus zieht, dass es die vorfreude auf das zugegebenermaßen anvisierte "ziel" eben noch verlängert, bevor es dann doch "zur sache" geht. so schön sich dieses konzept die produzenten von club- und auch popmusik ausgedacht haben, so sehr es sich auch bewährt hat in den letzten jahrzehnten - die plattenaufleger glauben leider erkannt zu haben, dass sich solche "pausen" doch prima dazu nutzen lassen, ein bisschen scratching zu üben, einige definitiv NICHT im rhythmus liegende beats eines anderen tracks einzuspielen, und, noch bevor der break des aktuellen songs vorbei ist, schnell zum nächsten lied überzublenden. und wo bleibt nun mein orgasmus?!
liebe djs, das geht nicht. das geht noch viel weniger als autobahn. wenn ihr das hier lest - tragt es hinaus in alle welt!

ein discogänger